Der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Matthias Hauer, hat am Weltkrebstag, den 4. Februar 2026, das NCT West besucht – zunächst das Westdeutsche Tumorzentrum der Universitätsmedizin Essen und anschließend das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln.
Er informierte sich über die Forschungsaktivitäten des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT), dem Essen und Köln als NCT West seit 2024 angehören. Dabei hob Matthias Hauer hervor, wie entscheidend auch die Perspektive der Betroffenen für richtungsweisende Forschung ist: „Aktuell leben circa fünf Millionen Menschen in Deutschland, die irgendwann einmal die Diagnose Krebs bekommen haben. Sie sind Expertinnen und Experten für ihre Erkrankung. Umso wichtiger ist es, dass ihre Stimme gehört wird und ihre Expertise einfließt in die Krebsforschung. So werden die Forschungsergebnisse noch relevanter für die Betroffenen.“
Auf einem gemeinsamen Rundgang mit dem Vorstand der Uniklinik Köln und dem Direktor des CIO Köln, Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek, besuchte Matthias Hauer einige Stationen in Deutschlands größtem Ambulanzgebäude für Krebspatientinnen und -patienten. Prof. Dr. Freerk Baumann, Leiter der Arbeitsgruppe Onkologische Bewegungsmedizin, und Sportwissenschaftlerin Dr. Nora Zoth informierten bei dem Rundgang über die wichtige Funktion von Bewegung vor, während und nach einer Krebstherapie.
Am Institut für Familiäre Tumorerkrankungen erläuterten Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. Alexander Volk und Prof. Dr. Kerstin Rhiem, Leiterin Schwerpunkt Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, wie sie Menschen mit einer familiären Tumordisposition helfen können. Ein Hauptaspekt spielt dabei die risikoadaptierte Prävention.
Beim Verein Lebenswert erfuhr Hauer von Dipl.-Psych. Daniela Breitschuh, Stellvertretende Leitung Klinische Psychoonkologie, mehr über das große Angebot der Klinischen Psychoonkologie im CIO wie zum Beispiel die Kunsttherapie. Johannes Bösche, Leitender Pflegeexperte in der Zentralen Onkologische Fachpflege, ging auf die besonderen Aspekte der Pflege von onkologischen Patienten ein und berichtete über ein Forschungsprojekt zum Abbau von Sprachbarrieren.
Bei der letzten Station des Besuchs im Institut für Pathologie gab Direktor Univ.-Prof. Dr. Reinhard Büttner einen spannenden Einblick in die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Krebsdiagnostik.
