Liquid Biopsy Analyse von zirkulierender Tumorzell-DNA aus Plasma

Unter einer „liquid biopsy“ versteht man eine molekulare Analyse informationstragender Moleküle (DNA oder RNA) zumeist aus Blut (aber auch anderen Körperflüssigkeiten wie Urin) zur Verlaufskontrolle oder eventuell Therapieoptimierung von Erkrankungen wie z. B. Krebs.

Bei den onkologischen Erkrankungen wird das Potenzial der „liquid biopsy“ insbesondere darin gesehen, entstehende Resistenzen gegen spezifische Therapien bei Patienten mit metastasierten Tumoren frühzeitig zu erkennen. Die Liquid Biopsy Diagnostik wird im Institut für Pathologie der Uniklinik Köln als Ergänzung zur gewebebasierten molekularpathologischen Diagnostik angesehen. Wir wenden diese Technik bei EGFR-mutierten Lungenkrebs Patienten an, die unter der Einnahme eines EGFR-TKI einen Progress erlitten haben. Für die Testung der zirkulierenden Tumorzell-DNA (ctDNA) benötigen wir 10 ml Blut. Das Blut wird in besonderen Röhrchen verschickt, die das Blut auf dem Transportweg stabilisieren. Nach Ankunft in unserem Institut wird aus dem Blut Plasma hergestellt. Aus dem Plasma wiederum wird die ctDNA extrahiert. Die ctDNA wird mittels der Parallelsequenzierung und der digitalen droplet PCR analysiert. Aufgrund der geringen ctDNA Konzentration im Blut ist es zwingend notwendig, die Primärmutation des Tumors mitzuteilen. Der Nachweis der Primärmutation gibt als Referenz darüber Auskunft, ob genügend ctDNA vorhanden ist. Wird keine Resistenzmutation nachgewiesen, kann es sich um einen Resistenzmechanismus handeln, der mit der „liquid Biopsy“ nicht erfasst werden kann.

Sie möchten gerne Patientenproben zu uns schicken? Dann schreiben Sie bitte eine E-Mail an sabine.merkelbach-bruse@uk-koeln.de oder melden sich telefonisch unter +49 221 478-6369.

Wir senden Ihnen dann ein Paket mit einer Anleitung, den Röhrchen für die Blutabnahme inklusive der Kanülen und einem Einsendeschein mit der Patientenaufklärung.

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